Ein Jahr voller Seminare und Supervisionen unter der Leitung führender deutscher Trainer und Supervisor:innen liegt hinter uns. Das Ergebnis: eine neue Qualifikationsstufe, unschätzbare Erfahrungen und Werkzeuge, die Leben retten.
Ein ganz besonderer Dank gilt den EMDR C&A Trainern Rose Wellek-Mestian und Peter Niederhuber sowie Sabine Schönwälder, deren Traum in der Ukraine Wirklichkeit geworden ist. In diesen Zeiten schwerer Prüfungen wurde dieses Projekt zu einer starken Ressource und brachte Heilung für unsere Wunden.
Doch die Herzen und Worte unserer Teilnehmerinnen sprechen wie immer für sich selbst 👇
💬 Stimmen der Absolvent:innen:
„Die Eindrücke von unserer Ausbildung wirken immer noch nach, EMDR arbeitet in meinem Kopf mit neuen neuronalen Verknüpfungen! Ein ganz besonderer, aufrichtiger Dank für diesen Kurs ‚EMDR für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen‘ gilt den Trainern Peter Niederhuber und Rose-Marie Wellek-Mestian. Es ist wunderbar, dass der Traum von Sabine Schönwälder genau für uns in der Ukraine Wirklichkeit geworden ist. In dieser schweren Zeit wurde er zu einer enormen Ressource, zu einer Unterstützung und zur Heilung unserer Wunden. Traumatherapie bietet den Menschen in der Ukraine jetzt eine effektive und zugängliche Hilfe! Ich danke jedem Einzelnen aus der Gruppe – ich habe Wärme getankt, wurde herzlich umarmt und habe nicht nur die Erdbeeren, sondern auch den lebendigen Austausch in vollen Zügen genossen!!! 💙💛😘💐💗💓“ Marjana Nych
„Die Ausbildung in Uzhhorod war für mich ein echtes Geschenk – sowohl fachlich als auch menschlich. Die Trainer Peter Niederhuber und Rose-Marie Wellek-Mestian haben mich zutiefst beeindruckt mit ihrer Fähigkeit, komplexe Inhalte lebendig, verständlich und mit tiefem Respekt gegenüber den Teilnehmenden zu vermitteln. Ihre Erfahrung war in jeder Erklärung spürbar, und ihre Bereitschaft, selbst auf die schwierigsten Fragen zu antworten, schuf eine Atmosphäre des echten Dialogs unter Praktikern. Besonders wertvoll waren die praktischen Übungen: Sie ermöglichten es uns, die EMDR-Techniken in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern sie von innen heraus zu spüren. Das ist eine Erfahrung, die man nicht allein aus Büchern oder Videos mitnehmen kann. Nicht weniger wichtig war der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen – Menschen, die täglich mit dem Schmerz kindlicher Traumata konfrontiert sind und nach neuen Wegen der Hilfe suchen. Die Gruppenatmosphäre war warm, sicher und inspirierend. Ich bin den Organisatoren dankbar für die Möglichkeit, von solchen Meistern ihres Fachs zu lernen. Ich nehme aus diesem Training nicht nur neues Wissen und Werkzeuge mit, sondern auch echtes Vertrauen in meine praktischen Fähigkeiten. Ich empfehle diesen Kurs allen Fachkräften, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, von ganzem Herzen.“ Rajissa Cheschyk
„Für mich stand dieses Projekt für höchste Professionalität, Menschlichkeit und Mut. Neue Bekanntschaften, neue Werkzeuge für die Traumaarbeit, neue Gefühle und Sichtweisen auf die Symptome der Klienten. Ich bin sehr dankbar für die interessanten Methoden im Umgang mit komplexen Klienten und verhaltensauffälligen Jugendlichen, denn genau das bleibt für mich die spannendste Herausforderung in der Arbeit – Familien und Paare wieder zu einem Ganzen zusammenzuführen.“ Aljona Fedjuschyna
„Das Projekt ‚EMDR Kinder‘ war für mich eine überaus wertvolle Erfahrung. Es ist ein Raum, in dem Tiefe, Sicherheit und aufrichtige Fürsorge für Kinder, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, zusammenkommen. Vielen Dank für die Atmosphäre der Unterstützung, Offenheit und Gemeinschaft. Gerade in solchen Räumen spürt man besonders intensiv, wie wichtig es ist, unter Gleichgesinnten zu sein – unter Menschen, die lernen, wachsen und ihre Arbeit selbst in schwierigen Zeiten fortsetzen. Ein besonderer Dank gilt dem Projektteam für die Unterstützung, die Professionalität und eine Atmosphäre, in der man einfach lernen und wachsen möchte. Solche Initiativen haben heute eine enorme Bedeutung für die Ukraine, da sie nicht nur den Kindern helfen, sondern auch den Fachkräften Halt und Sinn in ihrer Arbeit geben.“ – Olha Harmasch

Es gibt Fortbildungen, nach denen man als ein völlig anderer Mensch herausgeht. Nicht, weil man etwas grundlegend Neues über sich selbst erfahren hat, sondern weil sich im Inneren etwas geordnet, gefestigt und mit neuen neuronalen Verbindungen belebt hat – genau so, wie es nach echter EMDR-Arbeit sein sollte.
Vor einer Woche ging das zweite Modul des Kurses „EMDR für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ zu Ende, und ich befinde mich immer noch in diesem ganz besonderen Zustand – zwischen Inspiration, Dankbarkeit und einer stillen Freude darüber, dass ich die Gelegenheit hatte, Teil dieses Raumes zu sein.
### 🇩🇪 Ein Dank an die Trainer
Ein besonderer, von Herzen kommender Dank gilt den Trainern – Peter Niederhuber und Rose-Marie Wellek-Mestian. Sie besitzen die wunderbare Fähigkeit, komplexes, vielschichtiges Material über Kindheitstraumata, komplexe PTBS, die Flash-Technik und die Arbeit mit Suchtzuständen aufzugreifen und es lebendig, warmherzig und mit tiefem Respekt für jeden von uns zu vermitteln. Nicht „von oben herab“, sondern auf Augenhöhe. Als Kollegen, als Praktiker, als Menschen, die selbst genau wissen, wie dieser Weg sein kann.
Ihre Bereitschaft, Fragen zu beantworten – selbst die schwierigsten, selbst jene, die ganz spontan mitten in einer Live-Demonstration auftauchten –, schuf das Gefühl eines echten Dialogs. Ein lebendiges Lernen anstelle eines bloßen Vortrags.
Und ganz besonders verneige ich mich vor Sabine Schönwälder, deren Traum und Vision dieses Projekt speziell für die Ukraine ins Leben gerufen haben. In Zeiten, in denen es ganz besonders gebraucht wird.
### 🛠️ Ein Dank an die Organisatoren
Das, was wir erleben durften, ist nicht von selbst entstanden. Hinter jedem Modul steckt die enorme Arbeit des Teams – von Kateryna Rebrova und allen, die gemeinsam mit ihr diesen Raum gestalten. Logistik, Übersetzung, Supervisionen, die Atmosphäre, das Gefühl von Sicherheit – alles ist durchdacht, alles ist spürbar.
Ein großes Dankeschön geht an Marjana und Nadja für die Übersetzung, die uns half, nicht nur die Worte zu verstehen, sondern die tiefere Bedeutung zu fühlen. Es ist eine seltene Gabe, nicht nur die Sprache, sondern auch den Geist des Materials zu transportieren.
Ich danke jedem Einzelnen in unserer Gruppe. Ihr seid Menschen, die täglich mit dem Schmerz von Kindern konfrontiert sind und dennoch unermüdlich nach neuen Wegen suchen, um zu helfen. Allein in eurer Nähe zu sein, ist bereits eine Ressource für sich.
### 🎒 Mehr Werkzeuge – mehr Möglichkeiten zu helfen
Ich kehre in meine Praxis zurück mit dem Gefühl, dass mein therapeutischer „Rucksack“ deutlich schwerer geworden ist – im positivsten Sinne.
*Jetzt befindet sich darin:*
* *Ein tieferes Verständnis komplexer Traumatisierung* bei Kindern und Jugendlichen und der Gründe, warum sie oft „unpräzise“ Diagnosen erhalten, obwohl die wahre Ursache ein unerkanntes Trauma ist;
* *Die Flash-Technik* – ein sanftes, behutsames Werkzeug, das sich besonders für die Arbeit mit Kindern eignet sowie für Menschen, die noch nicht bereit sind, vollkommen in das belastende Material einzutauchen;
* *CIPOS* – eine Technik für die Arbeit mit sehr hohem Stressniveau, die den Klienten lehrt, bewusst in schwere Emotionen „hinein-“ und wieder „herauszugehen“, wodurch das Toleranzfenster schrittweise erweitert wird;
* *Das Feeling-State-Protokoll (FSAP)* – ein überraschend feinsinniger und wichtiger Ansatz, der es ermöglicht, mit Suchtverhalten zu arbeiten, indem man die dahinterstehende, verborgene positive Motivation versteht;
* *Neue Wege der Behandlungsplanung bei kPTBS* – wie man die Balance zwischen Ressourcen und Stress hält und wie man den therapeutischen Prozess Schritt für Schritt aufbaut, ohne das Kind zu überfordern;
* *Techniken für die Arbeit mit blockierenden Kognitionen* – von den Kognitionen bis zum Target – sowie praktische Übungen, wie man dem Klienten helfen kann, „Beweise“ für seine eigenen Überzeugungen zu finden und mit deren Bearbeitung zu beginnen.
Und das Wichtigste: Ich verstehe jetzt viel besser, wie ich all das in der Arbeit mit realen Kindern, Jugendlichen und – was ebenso wichtig ist – ihren Eltern und Bezugspersonen verknüpfen kann. Denn ohne sie ist keine Kindertherapie jemals vollständig.
### 🍓 Und über die Erdbeeren
Es ist unmöglich, einen Rückblick über diese Tage zu schreiben, ohne die Erdbeeren zu erwähnen. Jedes Mal, in den Pausen zwischen den Modulen, zwischen Diskussionen über Dissoziation und Stabilisierungsprotokollen, haben wir die leckersten, saftigsten und süßesten Erdbeeren genossen. Das klingt vielleicht amüsant, aber eigentlich ist es von großer Bedeutung.
Denn Lernen hat nicht nur mit Wissen zu tun. Es geht auch um den Körper, der ebenfalls Fürsorge braucht. Es geht darum, dass wir uns erlauben, uns selbst in schwierigen Zeiten zu freuen. Um die kleinen Momente der Wärme zwischen Menschen, die für eine sehr ernste Sache zusammenkommen.
Die Erdbeeren schmeckten besonders gut, weil wir sie gemeinsam gegessen haben.
Wir leben und arbeiten in einer Zeit, in der das Kindheitstrauma nicht die Ausnahme, sondern der Kontext ist. In der Kinder mit Erfahrungen aufwachsen, von denen Erwachsene früher nicht einmal ahnten. Und genau deshalb ist das, lohnende Projekte wie dieses tun – die besten europäischen Trainer in die Ukraine zu bringen, uns Werkzeuge an die Hand zu geben und eine unterstützende Gemeinschaft aufzubauen –, von unschätzbarem Wert für die Kinder und für uns alle.
*Danke.*
🤝 Kooperation & Netzwerke
Die Weiterbildung wurde i.R. des „Traumatherapie-Ausbildungsprojektes Regensburg/Odesa/Uzhhorod“ unter Leitung von Sabine Schönwälder in Kooperation mit EMDR Europe Association, EMDR Ukraine, EMDRIA Deutschland e.V., KTI-Kindertraumainstitut, TraumaAid Germany und der NGO „Rehabilitationszentrum St. Paul Odesa“ durchgeführt.
Unser Dank geht an die EMDR C&A-Supervisor:innen Anke-Maria Hausmann, Petra Horn, Dagmar Jenkner, Ralph Kortewille, Christiane Reinsch und Stephanie Strauß für ihre ehrenamtliche Arbeit sowie Frank Hofmann für die finanzielle Abwicklung über TraumaAid Germany. Marjana Soltys und Nadiia Bohatyrenko haben uns als erfahrene Fachdolmetscherinnen ihre Stimme geliehen. Für den reibungslosen Ablauf vor Ort zeichnen Kateryna Rebrova und Vitaliy Mykhaylyk von der NGO „Rehabilitationszentrum St. Paul Odesa“ verantwortlich.
