Im Rahmen des Ausbildungs- und Forschungsprojekts zur EMDR-Therapie für Kinder und Jugendliche in der Ukraine ist ein neuer wissenschaftlicher Artikel erschienen. Die Publikation stellt die Ergebnisse der Untersuchung zur Wirksamkeit von EMDR unter den Bedingungen des andauernden Krieges vor und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur traumaorientierten Versorgung belasteter Kinder und Jugendlicher.
Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt mit großem Engagement unterstützt haben. Besonders danken wir den ukrainischen Therapeut:innen, Supervisor:innen, Organisator:innen, Übersetzer:innen, den beteiligten Institutionen sowie den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien für ihr Vertrauen, ihre Offenheit und ihren wertvollen Beitrag zu dieser Arbeit. Ohne ihren Einsatz wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.
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Zum vollständigen Artikel „Evaluation of the effectiveness of EMDR therapy for children and adolescents in Ukraine during war“
Wir freuen uns, die Ergebnisse dieser gemeinsamen Arbeit nun der Fachöffentlichkeit zugänglich machen zu können. Gemeinsam tragen wir dazu bei, die Versorgung traumatisierter Kinder und Jugendlicher auch unter schwierigsten Bedingungen weiterzuentwickeln.
Zusammenfassung des Abstracts
Im Rahmen des EMDR-Ukraine-Projekts wurden ukrainische Therapeut:innen durch EMDR-Kinder- und Jugendlichen-Trainer:innen aus den Niederlanden, Deutschland und Italien in EMDR ausgebildet. Die vorliegende Studie untersuchte erstmals, wie wirksam diese Behandlung für Kinder und Jugendliche ist, die unter den Bedingungen des andauernden Krieges in der Ukraine leben.
Für die Auswertung wurden Daten von 151 Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 17 Jahren analysiert, die von 32 ukrainischen Therapeut:innen behandelt wurden. PTSD-Symptome wurden vor und nach der Behandlung mittels standardisierter Fragebögen erfasst. Die Datenerhebung erfolgte zwischen Juni 2023 und Januar 2025.
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche und statistisch hochsignifikante Reduktion traumabezogener Belastungssymptome. Verbesserungen zeigten sich sowohl für PTSD nach DSM-5 als auch nach ICD-11 sowie für komplexe Traumafolgestörungen. Die Effektstärken waren durchgehend groß, was auf einen klinisch bedeutsamen Nutzen der Behandlung hinweist.
Die Autor:innen kommen zu dem Schluss, dass EMDR auch unter den schwierigen Bedingungen eines andauernden Krieges wirksam eingesetzt werden kann. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass aufgrund des Studiendesigns weitere kontrollierte Studien notwendig sind, um die Wirksamkeit noch eindeutiger nachzuweisen.
